23 March 2015

Derp, Derp, DPD.

Es ist ein Frustfest. Wie gestern berichtet hätte meine Lieferung neuer Zutaten eigentlich am Freitag hier ankommen sollen. Dummerweise wurde bei der Datenübermittlung aus der Hausnummer "1-3" eine 13, sodass das Paket wieder zum Verteilerzentrum zurück ging. 

Am Freitag rief ich dann bei DPD an, erklärte den Fehler, und beauftragte die freundliche Dame doch bitte zu veranlassen dass das Paket an den nächsten DPD-Shop geliefert werde, wo ich es dann am Montag abholen könnte. Gesagt, getan, die Adressänderung wurde auf einen Sticker gedruckt, und prompt von irgendeinem Schmock im Halbschlaf auf das falsche Paket geklebt. 

Kein Wunder das die Mitarbeiter bei dem Chaos den Überblick verlieren.


Gemerkt habe ich das ganze übrigens erst als ich das Paket öffnete und Duftkerzen in der Hand hielt. Ich wunderte mich sogar über die seltsame Werbebeilage, bevor ich endlich verstand was Sache war. Nicht mein hellster Moment.

22 March 2015

Drei Tage Normales Essen

In Theorie war es so einfach: Ein bisschen googlen bis ich ein paar Kandidaten habe, dann in der wissenschaftlichen Literatur nachschlagen welche davon tatsächlich was taugen, dann kleine Mengen bestellen für einen Geschmackstest. Zack, schon wäre das Maltodextrin und diverse andere Zutaten durch etwas besseres ersetzt, und bestenfalls wäre der Nachschub da bevor mir meine eigenen Vorräte ausgehen.

Die ersten Schritte haben ganz gut geklappt. Am Dienstag Abend habe ich eine ganze Reihe von Dingen bestellt: Wachsmaisstärke, Sojaproteinisolat, Erbsenproteinisolat, Instant-Haferflocken, Flohsamenschalenpulver, Xantham, und andere Kleinigkeiten. Ebenfalls gerne ausprobiert hätte ich Hanfprotein, aber da selbst der Hersteller mir nicht die genauen Inhaltsstoffe nennen konnte lasse ich erstmal die Finger davon. 

Obwohl Bulkpowders.de seine Produkte aus England verschickt, sind die Lieferzeiten angenehm kurz. Besser gesagt: Sie wären kurz gewesen, hätte DPD nicht irgendwo zwischen England und Deutschland bei der Datenübermittlung meiner Adresse aus der Hausnummer 1-3 eine 13 gemacht. Das Resultat ist natürlich das meine Lieferung nicht angekommen ist. "Doof, dann kommt es erst am Samstag," dachte ich, aber weit gefehlt: DPD liefert nur an 5 Tagen in der Woche. Schön für die Mitarbeiter, ungut für mich, denn eigentlich hätte ich dieses Wochenende gerne damit verbracht die neuen Zutaten zu testen.

18 March 2015

Chocolate Haferflockenfood und andere Experimente

Als ich mein erstes Rezept erstellte wählte ich die Zutaten, bestimmte die Mischverhältnisse und balancierte die Nährwerte, bestellte mir dann alles, und zuallerletzt testete ich wie das ganze schmeckt. Es schmeckte gar nicht.

Bei Powderfood 3.0 werde ich andersherum vorgehen: Erst wird der Geschmack getestet, dann die Nährstoffe ausbalanciert. Das ist bedeutend einfacher, da Multivitamine und ähnliche Präparate geschmacklich nur wenig bis gar nicht ins Gewicht fallen. Das hätte ich mir eigentlich schon damals denken können, hab ich aber nicht.

Getestet werden also zunächst mal Kombinationen von Lebensmitteln, welche die drei Hauptgruppen abdecken. Da ich mit meinen Fettlieferanten sehr zufrieden bin, stehen zunächst mal Kohlenhydrat- und Proteinquellen auf der Liste. Gestartet wird heute mit den "Carbs."

Instant-Haferflocken

Wer den Blog hier verfolgt weiß bereits, das ich vor kurzem eines der kommerziellen Produkte aus Holland getestet habe. Insgesamt bin ich von der Erfahrung zwar nicht begeistert, doch was mich nachhaltig beeindruckt hat war die, im Vergleich zu meinem Powderfood, deutlich weichere Konsistenz. Da die wahrscheinlichste Ursache für das etwas kratzige Mundgefühl meines Rezeptes das Hafermehl ist, habe ich es mal zum Anfangspunkt meiner Testerei auserkoren. 

Haferflocken: Optisch nicht so der Renner
Der erste und offensichtliche Ersatz sind Instant-Haferflocken, die sich in Wasser vollständig auflösen. Da die Herstellung von Instant-Haferflocken einfach darin besteht Hafer unter Wasserdampf durch Stahlwalzen zu pressen, sind die enthaltenen Nährstoffe praktischerweise immer noch die selben wie im Mehl - An meinem Rezept muss also sonst nichts angepasst werden.
Auch beim Preis gibt es keinen wirklichen Verlust, denn bei Bulkpowders.de sind die Haferflocken zwar teurer als mein bisher verwendetes Hafermehl (13€/5kg), dafür aber ab einem Bestellwert von 50€ Versandkostenfrei. Da ich aus dieser Quelle bald auch Proteinisolate beziehen werde werde ich diese Preisgrenze ohnehin überschreiten, was dann für die Instant-Flocken ziemlich exakt auf den gleichen Kilopreis hinausläuft wie das Mehl aus meiner bisherigen Quelle.

Für den gestrigen Test habe ich allerdings erstmal Instant-Flocken aus dem lokalen Drogeriemarkt verwendet, da ich nicht warten wollte bis meine Bestellung ankommt. Wie erwartet ist das kratzige Mundgefühl hiermit völlig verschwunden. Der Geschmack weist wie erwartet keine Veränderung auf, nur die Konsistenz des Shakes ist bei gleicher Wassermenge cremiger und weicher. Sollte ich mich dafür entscheiden in Zukunft weiterhin Hafer als Grundlage zu verwenden werde ich wohl dauerhaft auf die Instant-Variante umsteigen.

14 March 2015

Zeit für ein neues Rezept

Meine Erfahrung mit dem Queal Testpaket hat mir zwei Dinge klargemacht: Zum Einen das ich mein
Soylent wohl weiterhin selber mischen werde, und zum Anderen das mein Rezept definitiv noch Raum für Verbesserungen hat.

Mit dem Erstellen meines ersten Rezeptes fing ich an, als ich mich nach meinem Aufenthalt an der Uni mit zwei Monaten Arbeitslosigkeit konfrontiert war. Mein Hauptaugenmerk bei der Auswahl der Zutaten lag dementsprechend auf dem Preis: Mehr noch als meine Diät gesünder oder weniger aufwändig zu gestalten wollte ich mich hauptsächlich einen Weg finden, mich günstiger zu ernähren. Mit einem Preis von unter 3€ pro Tag ist mir das auch gelungen, und es ist trotzdem ein Produkt dabei herausgekommen welches mir besser schmeckt als das Essen in der Unimensa.
Das aktuelle Rezept auf diy.soylent.me
Dennoch ist mein Powderfood in macher hinsicht noch etwas ungehobelt, nicht zuletzt aufgrund meines damals sehr limitierten Budgets. Da ich zum Glück jetzt seit einer Weile wieder ein ordentliches Gehalt verdiene denke ich dass nun die Zeit gekommen ist mich dem Feinschliff zu widmen. Hier einige der wichtigsten Punkte, an denen ich Änderungsbedarf sehe:


Intensität des Geschmacks

Wie ich schon in meinem 6-Monate-Rückblick erwähnte, hege ich schon länger das Bedürfnis eine neutralere Variante zu entwerfen. Der starke Schokogeschmack ist einfach zu intensiv um für täglichen Konsum auf Dauer wirklich geeignet zu sein. Der Kakao muss also raus, für Eisen und Ballaststoffe muss eine andere Quelle her. Ein relativ neutrales Rezept hätte weiterhin den Vorteil dass der Geschmack durch Beimischen von Gewürzen oder Obst relativ leicht variiert werden könnte. Das Ganze ein wenig Flexibler zu gestalten kann nicht schaden.

09 March 2015

Queal Sample Pack - Review (Teil 2/2)

Wie gestern angekündigt, hier der Rest des reviews des Queal Testpakets. Es gibt nicht viel zu sagen, was ich nicht schon im ersten Teil gesagt hätte. Was bleibt sind ein paar Sätze zu den vier übrigen Geschmacksrichtungen, gefolgt von einem etwas ausführlicheren Fazit.

Die Geschmacksrichtungen

Super Strawberry

Die Erdbeer-Variante von Queal. Wie schon bei den beiden Schoko-Geschmäckern ist auch Erdbeere angenehm dezent. Das Aroma die typisch künstliche Note die man von Kaugummis kennt. Schmeckt okay, aber mein Bier ist es nicht.

Awesome Apple Pie

Angeblich Apfel-Zimt, wobei ich nur einen Hauch von Apfel entdecke - der zum Glück sehr viel authentischer schmeckt als das Erdbeeraroma. Nach Crazy Chocolate Peanut landet Apfel bei mir auf dem zweiten Platz.

08 March 2015

Queal Sample Pack - Review (Teil 1/2)

Vor kurzem berichtete ich von einem Promoangebot des niederländischen Soylentherstellers Queal, der sein "Sample Pack" für kurze Zeit zum Versandkostenpreis anbot. Da ich schon länger vorhatte, mein selbstgemachtes Powderfood mit einer "professionelleren" Variante zu vergleichen habe ich mir Queal's Probepaket sofort bestellt. Von den darin enthaltenen 6 Geschmacksrichtungen habe ich erst zwei probiert, weshalb diesem Review noch ein zweiter Teil folgen wird.

Versand

Bestellt habe ich mein Sample Pack am 20. Februar, der Versand erfolgte laut Queal am 27., angekommen ist es gestern, am 07.03. Insgesamt also eine Lieferzeit von sechzehn Tagen.
Nicht wahnsinnig schnell für einen Versand aus den Niederlanden nach Deutschland, doch es gibt schlimmeres. Was mich viel mehr gestört hat war die Qualität der Verpackung. Mein Paket kam nämlich offen bei mir an:

Das Paket zuzukleben war wohl zu viel Arbeit.
Dies wäre kein Problem wenn zumindest das tatsächliche Produkt ordentlich versiegelt wäre, doch die Probemahlzeiten befinden sich in kleinen Ziploc-Beuteln bei denen nicht erkennbar ist ob sie unterwegs geöffnet wurden oder nicht. Der Empfänger kann also nur hoffen das bei der Niederländischen Post keine Mitarbeiter mit Langeweile oder krankem Humor das Paket in die Hände bekommen haben.

01 March 2015

Ist Flüssignahrung Asozial?

Lecker... vor Allem in Gesellschaft.
Als jemand der kaum Alkohol trinkt, ist mir die Reaktion bereits bestens bekannt: Wer in Gesellschaft ein Bier trinkt, der kann bei der Runde Jägermeister nicht einfach aussetzen. Getrunken wird gemeinsam, und zwar bis zum Ende. Ausnahmen gibt es nur für Fahrer. Eine Verweigerung kann dann auch schnell als persönliche Anfeindung aufgefasst werden.

Lange Zeit habe ich deshalb einfach überhaupt keinen Alkohol zu mir genommen. "Ich trinke nicht" ist etwas, für das Menschen Verständnis haben. "Ich trinke nur wenig" hingegen ist seltsam, merkwürdig, unvorstellbar. Zu Trinken doch sich dem sich-betrinken zu verweigern ist, nicht nur unter Studenten, völlig undenkbar. Ganz oder gar nicht. Entweder du säufst, oder du bleibst zuhause.

Bei Soylent erlebe ich ähnliches: Der häufigste Einwand der mir begegnet ist "Also ich würde normales Essen ja vermissen". Ebenfalls beliebt ist die Frage, ob ich meine Freundin alleine ins Restaurant schicke während ich zuhause bleibe um an meinem Pulvershake zu nuckeln. Das ich neben Soylent weiterhin auch normale Nahrung zu mir nehmen kann ist etwas, das ich den meisten Leuten erstmal erklären muss.