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23 March 2015

Derp, Derp, DPD.

Es ist ein Frustfest. Wie gestern berichtet hätte meine Lieferung neuer Zutaten eigentlich am Freitag hier ankommen sollen. Dummerweise wurde bei der Datenübermittlung aus der Hausnummer "1-3" eine 13, sodass das Paket wieder zum Verteilerzentrum zurück ging. 

Am Freitag rief ich dann bei DPD an, erklärte den Fehler, und beauftragte die freundliche Dame doch bitte zu veranlassen dass das Paket an den nächsten DPD-Shop geliefert werde, wo ich es dann am Montag abholen könnte. Gesagt, getan, die Adressänderung wurde auf einen Sticker gedruckt, und prompt von irgendeinem Schmock im Halbschlaf auf das falsche Paket geklebt. 

Kein Wunder das die Mitarbeiter bei dem Chaos den Überblick verlieren.


Gemerkt habe ich das ganze übrigens erst als ich das Paket öffnete und Duftkerzen in der Hand hielt. Ich wunderte mich sogar über die seltsame Werbebeilage, bevor ich endlich verstand was Sache war. Nicht mein hellster Moment.

18 March 2015

Chocolate Haferflockenfood und andere Experimente

Als ich mein erstes Rezept erstellte wählte ich die Zutaten, bestimmte die Mischverhältnisse und balancierte die Nährwerte, bestellte mir dann alles, und zuallerletzt testete ich wie das ganze schmeckt. Es schmeckte gar nicht.

Bei Powderfood 3.0 werde ich andersherum vorgehen: Erst wird der Geschmack getestet, dann die Nährstoffe ausbalanciert. Das ist bedeutend einfacher, da Multivitamine und ähnliche Präparate geschmacklich nur wenig bis gar nicht ins Gewicht fallen. Das hätte ich mir eigentlich schon damals denken können, hab ich aber nicht.

Getestet werden also zunächst mal Kombinationen von Lebensmitteln, welche die drei Hauptgruppen abdecken. Da ich mit meinen Fettlieferanten sehr zufrieden bin, stehen zunächst mal Kohlenhydrat- und Proteinquellen auf der Liste. Gestartet wird heute mit den "Carbs."

Instant-Haferflocken

Wer den Blog hier verfolgt weiß bereits, das ich vor kurzem eines der kommerziellen Produkte aus Holland getestet habe. Insgesamt bin ich von der Erfahrung zwar nicht begeistert, doch was mich nachhaltig beeindruckt hat war die, im Vergleich zu meinem Powderfood, deutlich weichere Konsistenz. Da die wahrscheinlichste Ursache für das etwas kratzige Mundgefühl meines Rezeptes das Hafermehl ist, habe ich es mal zum Anfangspunkt meiner Testerei auserkoren. 

Haferflocken: Optisch nicht so der Renner
Der erste und offensichtliche Ersatz sind Instant-Haferflocken, die sich in Wasser vollständig auflösen. Da die Herstellung von Instant-Haferflocken einfach darin besteht Hafer unter Wasserdampf durch Stahlwalzen zu pressen, sind die enthaltenen Nährstoffe praktischerweise immer noch die selben wie im Mehl - An meinem Rezept muss also sonst nichts angepasst werden.
Auch beim Preis gibt es keinen wirklichen Verlust, denn bei Bulkpowders.de sind die Haferflocken zwar teurer als mein bisher verwendetes Hafermehl (13€/5kg), dafür aber ab einem Bestellwert von 50€ Versandkostenfrei. Da ich aus dieser Quelle bald auch Proteinisolate beziehen werde werde ich diese Preisgrenze ohnehin überschreiten, was dann für die Instant-Flocken ziemlich exakt auf den gleichen Kilopreis hinausläuft wie das Mehl aus meiner bisherigen Quelle.

Für den gestrigen Test habe ich allerdings erstmal Instant-Flocken aus dem lokalen Drogeriemarkt verwendet, da ich nicht warten wollte bis meine Bestellung ankommt. Wie erwartet ist das kratzige Mundgefühl hiermit völlig verschwunden. Der Geschmack weist wie erwartet keine Veränderung auf, nur die Konsistenz des Shakes ist bei gleicher Wassermenge cremiger und weicher. Sollte ich mich dafür entscheiden in Zukunft weiterhin Hafer als Grundlage zu verwenden werde ich wohl dauerhaft auf die Instant-Variante umsteigen.

14 March 2015

Zeit für ein neues Rezept

Meine Erfahrung mit dem Queal Testpaket hat mir zwei Dinge klargemacht: Zum Einen das ich mein
Soylent wohl weiterhin selber mischen werde, und zum Anderen das mein Rezept definitiv noch Raum für Verbesserungen hat.

Mit dem Erstellen meines ersten Rezeptes fing ich an, als ich mich nach meinem Aufenthalt an der Uni mit zwei Monaten Arbeitslosigkeit konfrontiert war. Mein Hauptaugenmerk bei der Auswahl der Zutaten lag dementsprechend auf dem Preis: Mehr noch als meine Diät gesünder oder weniger aufwändig zu gestalten wollte ich mich hauptsächlich einen Weg finden, mich günstiger zu ernähren. Mit einem Preis von unter 3€ pro Tag ist mir das auch gelungen, und es ist trotzdem ein Produkt dabei herausgekommen welches mir besser schmeckt als das Essen in der Unimensa.
Das aktuelle Rezept auf diy.soylent.me
Dennoch ist mein Powderfood in macher hinsicht noch etwas ungehobelt, nicht zuletzt aufgrund meines damals sehr limitierten Budgets. Da ich zum Glück jetzt seit einer Weile wieder ein ordentliches Gehalt verdiene denke ich dass nun die Zeit gekommen ist mich dem Feinschliff zu widmen. Hier einige der wichtigsten Punkte, an denen ich Änderungsbedarf sehe:


Intensität des Geschmacks

Wie ich schon in meinem 6-Monate-Rückblick erwähnte, hege ich schon länger das Bedürfnis eine neutralere Variante zu entwerfen. Der starke Schokogeschmack ist einfach zu intensiv um für täglichen Konsum auf Dauer wirklich geeignet zu sein. Der Kakao muss also raus, für Eisen und Ballaststoffe muss eine andere Quelle her. Ein relativ neutrales Rezept hätte weiterhin den Vorteil dass der Geschmack durch Beimischen von Gewürzen oder Obst relativ leicht variiert werden könnte. Das Ganze ein wenig Flexibler zu gestalten kann nicht schaden.