Wenn ich Menschen zum ersten Mal von Soylent berichte ist die unmittelbare Reaktion der meisten, einen von zwei Aspekten anzuzweifeln: Die Öko-Hippie-Fraktion reagiert mit dem Einwand dass ein Gemisch aus Chemikalien doch niemals so gesund sein könne wie "echtes, natürliches Essen." Der weitaus häufigere Einwand ist jedoch ein Anderer: Leute können sich nicht vorstellen, das die Pampe schmeckt.
Ich will ehrlich sein: Weit hergeholt ist das nicht. Mein erster Rezeptversuch war unerträglich süß. Die Zweite war immernoch viel zu süß, wie geschmolzenes Vanilleeis. Die dritte Version war dünnflüssig und kratzte im Hals, wie Wasser mit Sand. Die Version danach war so klebrig dass das ganze eher einem Teig als einem Getränk ähnelte.
Es bedurfte viel Experimentiererei, bis es endlich soweit war das ich ehrlich und ohne Vorbehalte sagen konnte das mir mein Powderfood wirklich gut schmeckt. Für manche mag das schwer zu glauben sein, doch die aktuelle Version meines Chocolate Powderfood ist köstlich. Wirklich. Der Geschmack ist herzhaft-schokoladig, und die Konsistenz ist wie ein Milchshake. Es ist wirklich, wirklich lecker. Dennoch konsumiere ich davon nicht so viel, wie ich es mir zu Anfang vorgestellt hatte.
Ich will ehrlich sein: Weit hergeholt ist das nicht. Mein erster Rezeptversuch war unerträglich süß. Die Zweite war immernoch viel zu süß, wie geschmolzenes Vanilleeis. Die dritte Version war dünnflüssig und kratzte im Hals, wie Wasser mit Sand. Die Version danach war so klebrig dass das ganze eher einem Teig als einem Getränk ähnelte.
Es bedurfte viel Experimentiererei, bis es endlich soweit war das ich ehrlich und ohne Vorbehalte sagen konnte das mir mein Powderfood wirklich gut schmeckt. Für manche mag das schwer zu glauben sein, doch die aktuelle Version meines Chocolate Powderfood ist köstlich. Wirklich. Der Geschmack ist herzhaft-schokoladig, und die Konsistenz ist wie ein Milchshake. Es ist wirklich, wirklich lecker. Dennoch konsumiere ich davon nicht so viel, wie ich es mir zu Anfang vorgestellt hatte.
Essen ist doch mehr als nur Geschmack
Das Erste was mir fehlte war das Kauen. Nach drei Tagen Soylent-Diät merkte ich wie ich immer häufiger mit dem Kiefer mahlte und ein starkes Bedüftnis nach Kaugummi entwickelte. Auch ist mir dank Soylent bewusst geworden, wie viel die Konsistenz von Nahrungsmitteln zum Geschmackserlebnis eines guten Essens beiträgt. Soylent für eine Mahlzeit ist super - Soylent für eine Woche hingegen ist, für mich, unbefriedigend. Es ist ein schwer zu beschriebendes Gefühl: Auch wenn es genauso sättigend ist wie "normales" Essen, so stellt sich spätestens nach ein paar Tagen das vage Gefühl ein, das etwas fehlt. Die emotionale Befriedigung, die ich sonst von gutem Essen bekomme, bleibt bei einer reinen Pulverdiät aus. Bei Getrunkener Nahrung fehlt mir das Erlebniss des Essens.
Ich nehme an, dass dies einfach eine Sache der Gewohnheit ist. Ich gebe gerne zu das ich nicht diszipliniert genug bin um zu testen ob dieses Empfinden nach einigen Monaten von selbst verschwindet. Ich sehe auch keinen Sinn darin. Das größte Argument für Essen aus der Pulverküche ist Komfort, und im Selbstversuch einige Monate lang einen (wenn auch sehr geringen) Diskomfort zu ertragen nur um zu sehen ob sich meine Bedürftnisse irgendwann meiner Ernährung anpassen erscheint mir unsinnig.
Tatsächlich ist dieser Punkt gar nicht so wichtig. Ich erwähne das Ganze nur deshalb, weil die meisten Interessierten die mir in den Online-Foren und im Alltag begegnen, früher oder später so Dinge sagen wie "Ich würde richtiges Essen ja vermissen", als wäre Soylent eine ganz-oder-garnicht Option die es mir verbietet niemals wieder eine Pizza oder einen Burger zu verspeisen, wenn ich grade Bock drauf habe. Nun, nach einer Woche reiner Pulverdiät vermisse ich "normales" Essen tatsächlich - doch vermutlich nicht viel mehr als ich anderes Essen vermissen würde wenn ich mich eine Woche lang nur von Spinatpizza ernährte.
Ich nehme an, dass dies einfach eine Sache der Gewohnheit ist. Ich gebe gerne zu das ich nicht diszipliniert genug bin um zu testen ob dieses Empfinden nach einigen Monaten von selbst verschwindet. Ich sehe auch keinen Sinn darin. Das größte Argument für Essen aus der Pulverküche ist Komfort, und im Selbstversuch einige Monate lang einen (wenn auch sehr geringen) Diskomfort zu ertragen nur um zu sehen ob sich meine Bedürftnisse irgendwann meiner Ernährung anpassen erscheint mir unsinnig.
Tatsächlich ist dieser Punkt gar nicht so wichtig. Ich erwähne das Ganze nur deshalb, weil die meisten Interessierten die mir in den Online-Foren und im Alltag begegnen, früher oder später so Dinge sagen wie "Ich würde richtiges Essen ja vermissen", als wäre Soylent eine ganz-oder-garnicht Option die es mir verbietet niemals wieder eine Pizza oder einen Burger zu verspeisen, wenn ich grade Bock drauf habe. Nun, nach einer Woche reiner Pulverdiät vermisse ich "normales" Essen tatsächlich - doch vermutlich nicht viel mehr als ich anderes Essen vermissen würde wenn ich mich eine Woche lang nur von Spinatpizza ernährte.
Soylent: Solide Nahrung, aber kein Wundermittel
Auf dem Blog von Soylent-Erfinder Rob Rhinehart singt dieser in höchsten Tönen davon wie mit dem Umstieg auf eine Soylent-Diät sein Energielevel quasi explodiert sei, wie sein Hautbild sich innerhalb von Tagen verbesserte, seine Zähne weißer wurden und wie er nach der ersten Woche die Fähigkeit bemerkte, Gedanken lesen zu können. Okay den letzten Teil habe ich ergänzt, doch der Ton von Rob's viel zitiertem Post "How I Stopped Eating Food" ist tatsächlich derart ekstatisch, das man es nur schwer übertreiben kann.
Wer ähnlich Lebensverändernde Konsequenzen erwartet, dem möchte ich hier einen leichten Dämpfer verpassen. Soylent ist eine Ernährung, welche die Bedürftnisse des Körpers genau abdeckt - mehr nicht. Das Rhinehart dermaßen drastische Veränderungen erlebte ist vermutlich weniger ein Testament für Soylents wunderkraft, als ein Hinweis darauf wie gnadenlos erbärmlich seine vorherige Diät gewesen sein muss.
Wer ähnlich Lebensverändernde Konsequenzen erwartet, dem möchte ich hier einen leichten Dämpfer verpassen. Soylent ist eine Ernährung, welche die Bedürftnisse des Körpers genau abdeckt - mehr nicht. Das Rhinehart dermaßen drastische Veränderungen erlebte ist vermutlich weniger ein Testament für Soylents wunderkraft, als ein Hinweis darauf wie gnadenlos erbärmlich seine vorherige Diät gewesen sein muss.
Dennoch: Auch wenn Soylent kein Wundermittel ist, und auch wenn ich vermute dass Rob Rhinehart die von ihm bemerkten Veränderungen mehr als nur ein bisschen übertrieben hat, so ist das Designer-Essen in Pulverform definitiv besser als das meiste was der Durchschnittsmensch so zu sich nimmt. Das gilt insbesondere während Mittagspausen, auf Reisen oder unter Zeitdruck.
Mein Alltag mit Powderfood
Aus meinem alltäglichen Leben ist Soylent nicht mehr wegzudenken. Grade auf der Arbeit hat es einen enormen Unterschied gemacht, den ich nicht mehr missen möchte.
Als Mitarbeiter der Uniklinik hatte ich zum Mittagessen bisher die Wahl zwischen der Uni-Mensa oder einem Mikrowellengericht in der Kaffeeküche. Mensa bedeutet 3.50€ für ein paar matschige Nudeln mit wässriger Tomatensauce (Und es bedeutet Essen um 11, da die Mensa ab 12 Uhr mit Studenten so überfüllt ist, das ich für die Mittagspause mindestens 90 Minuten einplanen müsste), Mikrowellenfutter ist genießbar und günstig, aber mehr eben auch nicht. Powderfood schlägt beides um längen in allen drei Klassen: Geschmack, Komfort, und Preis.
Doch der größte Vorteil bei weitem ist, das ich mich nach einer Pulvermahlzeit nicht so voll und müde Fühle wie nach einem Mensa-Gericht aus Nudeln und Käse. Bei einem Job der viel Konzentration erfordert, ist dies ein Argument das ganrnicht genug betont werden kann. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht: Wo ich mich vorher voll und müde fühlte bin ich jetzt energetisch und fit.
Als Mitarbeiter der Uniklinik hatte ich zum Mittagessen bisher die Wahl zwischen der Uni-Mensa oder einem Mikrowellengericht in der Kaffeeküche. Mensa bedeutet 3.50€ für ein paar matschige Nudeln mit wässriger Tomatensauce (Und es bedeutet Essen um 11, da die Mensa ab 12 Uhr mit Studenten so überfüllt ist, das ich für die Mittagspause mindestens 90 Minuten einplanen müsste), Mikrowellenfutter ist genießbar und günstig, aber mehr eben auch nicht. Powderfood schlägt beides um längen in allen drei Klassen: Geschmack, Komfort, und Preis.
Doch der größte Vorteil bei weitem ist, das ich mich nach einer Pulvermahlzeit nicht so voll und müde Fühle wie nach einem Mensa-Gericht aus Nudeln und Käse. Bei einem Job der viel Konzentration erfordert, ist dies ein Argument das ganrnicht genug betont werden kann. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht: Wo ich mich vorher voll und müde fühlte bin ich jetzt energetisch und fit.
Der zweite Bereich in dem Powderfood mein Leben deutlich verbessert hat ist Sport. Ich bin meistens gegen 18 Uhr zuhause, und Training beginnt um 19:30h. Es ist schwer, während dieser Zeit nicht in ein Loch zu fallen. Wenn ich während dieser 90 Minuten schwach werde und mir eine volle Mahlzeit zubereite, hat sich das mit dem Training danach eh meist erledigt. Doch selbst wenn ich es schaffe mich mit vollem Magen wieder aufzuraffen, ist dies meist keine Angenehme Erfahrung. Wer schonmal versucht hat in diesem Zustand ein paar Sit-Ups zu machen, der weiß wovon ich rede.
Mit Powderfood gestaltet sich der Ablauf bedeutend einfacher. Es stillt den Hunger ohne dabei ein Völlegefühl zu verursachen, gibt mir genug energie um wach zu bleiben, und ich kann danach Seilspringen ohne das mir übel wird. Auch bilde ich mir tatsächlich ein mich seit der Umstellung Leistungsfähiger zu fühlen, kann aber nicht ausschließen das es sich hierbei um einen Placebo-Effekt handelt. Doch wie dem auch sei - Ich fühle mich mit Soylent besser als ohne.
Mit Powderfood gestaltet sich der Ablauf bedeutend einfacher. Es stillt den Hunger ohne dabei ein Völlegefühl zu verursachen, gibt mir genug energie um wach zu bleiben, und ich kann danach Seilspringen ohne das mir übel wird. Auch bilde ich mir tatsächlich ein mich seit der Umstellung Leistungsfähiger zu fühlen, kann aber nicht ausschließen das es sich hierbei um einen Placebo-Effekt handelt. Doch wie dem auch sei - Ich fühle mich mit Soylent besser als ohne.
Fazit nach 6 Monaten Pulverküche
Ich wage stark zu bezweifeln das Soylent tatsächlich innerhalb von ein paar Tagen Rob Rhinehart's Zähne aufgehellt hat - ich habe jedenfalls keine vergleichbar krasse Veränderung bemerkt - und die Idee mich von morgens bis abends ausschließlich flüssig zu Ernähren erfüllt mich nicht grade mit Begeisterung. Trotzdem hat die maßgeschneiderte Flüssigdiät definitive Vorteile, auf die ich nie wieder verzichten möchte.
Powderfood ist leckerer, gesünder, haltbarer, schneller, sauberer und günstiger als jede verfügbare Fastfood-Option; und allein deswegen hat es sich einen permanenten Platz in meinem Speiseplan verdient.
Powderfood ist leckerer, gesünder, haltbarer, schneller, sauberer und günstiger als jede verfügbare Fastfood-Option; und allein deswegen hat es sich einen permanenten Platz in meinem Speiseplan verdient.

No comments:
Post a Comment