Über ein halbes Jahr ist es jetzt bereits her das ich den Post Vorbereitungen, Werkzeug und Zubehör hier veröffentlicht habe, in dem ich ein paar der Dinge aufzählte die man zum erfolgreichen Mischen von Pulvernahrung so braucht. Inzwischen habe ich das Equipment sehr ausführlich getestet. Einiges hat sich dabei bewährt, anderes nicht.
Zeit also, die Liste noch einmal durchzugehen und stellenweise zu erweitern.
1. Die Waage
Als ich anfing mir mein Material für das Experiment zusammenzusuchen entschied ich mich unter Anderem für eine Digitalwaage von DIPSE, für die ich bei Amazon €20,20 bezahlte. Für den Preis hätte ich eigentlich nicht erwartet dass das Ding heute noch hält - doch das tut es, und dass obwohl ich das Gerät mehr als einmal habe fallen lassen.
Ausserdem habe ich heute endlich ein paar Eichgewichte in die Finger bekommen, und konnte damit zum ersten mal auch die Präzision des kleinen Maschinchens testen:
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Die Waage besteht mit fliegenden Fahnen. Nach einem halben Jahr häufigen Gebrauchs und mehrfachen Fallenlassens ist sie nicht nur noch Funktionsfähig, sondern kann in Punkto Genauigkeit locker mit einer Laborwaage mithalten - Ich bin ehrlich beeindruckt. Für den Preis ein tolles Gerät.
2. Die Trinkflasche
Wer sein DIY-Soylent irgendwohin mitnehmen möchte wo es keinen Kühlschrank gibt, der sollte in eine Thermoskanne investieren. Glücklicherweise bietet mein Arbeitsplatz eine Kaffeeküche mit Kühlschrank, sodass ich auch ohne Isolierkanne auskomme.
Aufgrund der Popularität von Proteinpräperaten unter Sportlern gibt es einige Flaschen, die speziell darauf ausgelegt sind das Klumpen von schwer löslichen Pulvern in ihrem Inhalt zu vermeiden. Eine dieser Flaschen ist die BlenderBottle, die mit einer Art ballförmigem Schneebesen geliefert wird. Dieser titscht beim Schütteln in der Flasche herum und sorgt für noch besseres Durchmischen.
Wie ich inzwischen bemerkt habe ist der Ball auch separat erhältlich, sodass er auch mit einer günstigeren und/oder größeren Flasche kombiniert werden kann als der vergleichsweise kostspieligen BlenderBottle. Da ich dies wie gesagt erst vor kurzem bemerkt habe bin wohl oder übel Besitzer des Originalprodukts. Ich persönlich bin von der BlenderBottle nur mäßig begeistert. Für den recht stolzen Preis sollte sich das Plastik des Verschlusses eigentlich nicht so verfärben wie es auf dem Bild erkennbar ist; auch das Format von 820ml ist nicht optimal. Dramatisch ist das nicht, doch gibt es definitiv günstigere Optionen die die gleiche Leistung bringen.
3. Behälter: Rund ist besser als eckig.
Dies ist einer der Fälle, in denen sich meine ursprüngliche Anschaffung weniger gut bewährt hat. Plastikboxen mit (angeblich) luftdichtem Verschluss gibt es haufenweise, doch kaum einer bleibt tatsächlich dicht wenn darin 2 Liter einer schweren Flüssigkeit herumgeschleudert werden.
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| Rund: Besser als eckig. |
Bei der Reinigung der Gefäße macht sich die Form bemerkbar. Ecken sind ätzend. Nicht nur bleibt der Pulver-matsch darin kleben und ist fast unmöglich herauszulösen, nein, selbst wenn man es einmal geschafft hat hält sich dort Feuchtigkeit, die beim nächsten Einfüllen von Pulver sofort wieder für Kleberei sorgt. Deutlich angenehmer gestaltet sich das Ganze seit dem ich auf einen runden Behälter umgestiegen bin. Hier ist das Saubermachen und Abtrocknen deutlich weniger frustrierend.
Was ich über die Mangelnde Dichte der Verschlüsse sagte gilt wohl uneingeschränkt. Meine erste (eckige) Box ist sehr stabil und extrem gut verarbeitet, hat einen Dichtungsring der ebenfalls qualitativ sehr hochwertig ist, und der Deckel ist mit acht festen Klammern mit dem Körper der Box verbunden. Das alles reicht nicht aus, um den Behälter beim Schütteln dicht zu halten. Mehr Geld auszugeben bietet hier keine Lösung. Da hilft nur eine Hand auf den Deckel zu legen und das Gefäß beim Schütteln kräftig zuzudrücken, oder ganz auf's Schütteln zu verzichten und stattdessen einen Mixer zu benutzen. Das bringt uns zum nächsten Thema:
4. Der Mixer
Ein Stabmixer erleichtert vieles. Das Gemisch aus Mehl, Protein, Öl und Zucker neigt leider zu extremem Klumpen, was nicht grade für ein tolles Trinkerlebnis sorgt. Das Problem lässt sich lösen (Ba-dumm Tss!) indem man sein Soylent über nacht im Kühlschrank sitzen lässt, oder eben indem man es durch einen Mixer jagt.
Es sei darauf hingewiesen dass sich das Klumpenproblem mit einiger Übung auch so in den Griff bekommen lässt - durch langsames Lösen unter extatischem Rühren - doch ich ziehe die Mixer-Methode definitiv vor.
5. Gefrierbeutel zur Lagerung
Für die gleichzeitige Zubereitung mehrerer Tagesrationen meiner Pulvermahlzeiten benötige ich einen großen Behälter; Dafür hält zur Zeit mein größter Kochtopf her. Da dieser aber auch öfters mal für das Kochen regulärer Mahlzeiten benutzt wird, eignet er sich nicht zur Lagerung. Da ich annehme dass dies eines der Probleme sein wird auf das die meisten Pulverköche stoßen werden, hier mein Tipp: Gefrierbeutel sind eine angenehme Möglichkeit große Mengen Pulver sicher, trocken und hygienisch zu lagern.
6. Mörser
Auf Empfehlung von Anderen in der DIY-Community habe ich mir zu Beginn einen 5-Euro-Tablettenmörser zugelegt. Dies ist ein kleines Plastikdöschen mit Schraubverschluss, dass beim Zuschrauben darin behältliche Tabletten zerdrückt.
Das ganze funktioniert ausgezeichnet, so lange es nicht mit mehr als einer einzelnen Tablette gemacht wird. Selbst dann ist es eine eher nervige Angelegenheit, die auf dauer auch die Handgelenke strapaziert. Bei drei Tabletten gibt das Ding jedoch völlig den Geist auf. Dazu ist es unmöglich zu reinigen, sodass sich mit der Zeit Tablettenstaub im Gewinde festsetzt und dort auf das weiche Plastik wie Sandpapier wirkt. Wenige Wochen nach dem Kauf habe ich die ersten blauen Plastikbrösel aus meinem Pulver gefischt.
Zufällig stolperte ich in der Küchenabteilung von IKEA über die Lösung: Sie heist ÄDELSTEN und kostet 10€. Der Massive Steinmörser kriegt alles klein, ohne dabei die Angst vor frühzeitigem Rheuma zu schüren. Zudem ist er einfach und schnell zu reinigen, und sieht zudem noch ziemlich stylisch aus. Top.





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