UPDATE: Dies ist einer meiner älteren Posts. Die hier aufgezählten Werkzeuge haben inzwischen einige Zeit intensiver Benutzung standgehalten - oder eben nicht. Mittlerweile gibt es hier einen neuen Post zum Thema Werkzeuge, in dem ich meine aktuelle Ausstattung nochmal durchgehe und bewerte wie sich die einzelnen Geräte jeweils bewährt haben. [--Ende vom Update --]
In den Foren der DIY-Community habe ich schon mehr als eine Geschichte gelesen von DIY-Enthusiasten die voller Begeisterung die Lieferung ihrer Zutaten öffneten, nur um dann zu merken dass sie weder ein ausreichend große Behälter hatten, noch eine Möglichkeit kleinere Mengen akkurat abzumessen.
In den Foren der DIY-Community habe ich schon mehr als eine Geschichte gelesen von DIY-Enthusiasten die voller Begeisterung die Lieferung ihrer Zutaten öffneten, nur um dann zu merken dass sie weder ein ausreichend große Behälter hatten, noch eine Möglichkeit kleinere Mengen akkurat abzumessen.
Um Neulingen eine derartige Erfahrung eventuell zu ersparen habe ich nachfolgend eine Liste mit Utensilien erstellt über die Eure Küche verfügen sollte, falls ihr vorhabt euch als Pulverkoch zu versuchen.
Behälter für Zubereitung und Aufbewahrung
Soylent kann praktisch unbegrenzt gelagert werden, so lange es noch nicht mit Wasser gemischt wurde. Wie lange es nach der Zubereitung frisch bleibt weiß noch niemand so genau - Ein bis zwei Tage im Kühlschrank sind auf jeden Fall kein Problem, darüber hinaus hat (meines Wissens) noch niemand zu testen gewagt.
Die meisten DIY-Köche bereiten sich die Pulvermischung sowie das Ölgemisch einmal pro Woche vor, und füllen die Tagesrationen dann in kleine boxen ab. Abends wird es dann mit Wasser gemischt, über Nacht in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Tag konsumiert.
Diese Vorgehensweise bedeutet natürlich, das man jeweils 7 kleine Boxen für die Öle, und 7 etwas größere Boxen für die Pulvermischung benötigt. Generell ist das mehr Tupperware als die meisten Küchen so zu bieten haben. Für das Öl reichen 100ml-Dosen. Für die Pulvermischung habe ich selbst noch nichts. Ich werde mir mit der Anschaffung auch noch Zeit lassen bis ich den ersten Testlauf hinter mir habe, da ich nur wenig Lust darauf habe das Risiko einzugehen nächste Woche mit sieben zu klein geratenen Tupperdosen da zu stehen.
Wesentlich komplizierter ist die Wahl eines Gefäßes zur Zubereitung. Zur Pulvermenge werden 1,5 bis 2 Liter Wasser gegeben, und dann sollte noch so viel Platz bleiben dass das Ganze durch Schütteln gut mischbar ist. Ein dichter und sicherer Verschluss ist besonders wichtig, denn ein Gemisch aus Protein, Fett und Wasser aufzuwischen macht bestimmt keinen Spaß. Meine Wahl fiel auf eine 2,6-Liter-Box von Lock & Lock. Nach einem Testlauf werde ich ausführlich berichten ob ich den Kauf schon bereue.
Die Waage
Wem Genauigkeit auch nur im Ansatz wichtig ist, der sollte sich nicht auf einen Messbecher verlassen. Ausserdem gibt es Rezepte die Mengenangaben wie "0,4g" enthalten. Eine gewöhnliche Küchenwaage schafft so etwas nicht, denn die geben Gewicht meistens nur in 1-Gramm-Schritten an.
Wer keine Lust hat 120€ für eine gebrauchte Laborwaage zu bezahlen, dem empfehle ich auf Amazon oder ebay nach "Goldwaage" oder "Schmuckwaage" zu suchen. Die sind meist bis auf 0,01 oder 0,05g genau, und kosten dabei um die 20€. Ein Nachteil ist die sehr kleine Wägefläche, doch da sowieso Behälter zum Wiegen benötigt werden ist dies nicht besonders schlimm.
Ebenfalls zu beachten ist das Höchstgewicht. Digitalwaagen funktionieren mit Sensoren, die man durch eine Überlastung relativ leicht beschädigen kann. Die von mir erwähnte Goldwaage mit einer Genauigkeit von 0,01g beispielsweise ist nur bis 200g belastbar. Wer also beim Abwiegen von 180g Haferflocken vergisst, das auch die Tupperdose etwa 40-50g wiegt, der hat unter Umständen schon damit zu kämpfen das ihm seine neue Waage in Zukunft nur Fehlermeldungen anzeigt, oder zumindest rekalibriert werden muss.
Letztendlich muss man leider Abstriche machen. Eine Küchenwaage ist groß und übersichtlich, aber ungenau; Eine Goldwaage ist klein und dadurch etwas unhandlich, aber genau - wenn auch nur bis 200 oder 500g; Eine Laborwaage bietet Komfort und Genauigkeit, kostet aber leider viel Geld.
Für mich war die DIPSE TP-500 für 20,20€ ein guter Kompromiss. 0,05g Genauigkeit sind völlig ausreichend für meine Zwecke, das gilt auch für das Höchstgewicht von 500g. Wie bereits erwähnt ist die "Extragroße Wägefläche" ein schlechter Scherz - Das Ding ist kleiner als meine Handfläche. Dennoch ist es groß genug um Tupperdosen mit hinreichendem Volumen darauf zu balancieren, was letztendlich auch schon alles ist worauf es ankommt.
Standesgemäßer Weise hätte ich als ausgebildeter Laborant eigentlich auch gleich Eichgewichte bestellen müssen, um die Genauigkeit der Waage überprüfen zu können. Stattdessen habe ich Münzgeld darauf gestapelt, welches ja ziemlich präzise genormt ist. Diesen (äusserst behelfsmäßigen) Test hat das kleine Gerät gut bestanden.
Tablettenmörser
Nicht unbedingt notwendig, aber äußerst nützlich ist ein Tablettenmörser. Manche Zutaten (vor Allem Mineralsstoffe) gibt es nur in Pillenform, und ich habe mir sagen lassen das einige ziemlich hart sind und aus einem normalen Mörser gerne herausspringen um dann in der Küche rumzufliegen. Da meine Mineralpräparate noch nicht angekommen sind hatte ich noch keine Chance ihn auszuprobieren, was ich jedoch schon sagen kann ist das der oben verlinkte Mörser knapp 6€ kostet und einen sehr stabilen Eindruck macht.
Platz
Lagerraum ist zwar keine wirkliche Anschaffung, aber dennoch etwas das der Aspirierende Pulverkoch in seine Planung mit einbeziehen sollte. DIY-Soylent rentiert sich finanziell nur dann wirklich, wenn die Zutaten in relativ großen Mengen bestellt werden. Ich erwarte kommende Woche mehrere Lieferungen im Format kleiner bis mittelgroßer Putzeimer, sowie Proteinpulver und Maltodextrin so groß wie kleine Müllsäcke - Wem nur eine Kochnische in einem Studentenapartment zur Verfügung steht, der könnte erhebliche Probleme bekommen das ganze Zeug zu lagern.
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